Sonntagsöffnungen: Mehr Spielraum für Kommunen und Handel
Sonntagsöffnungen: Mehr Spielraum für Kommunen und Handel
Wie zeitgemäß sind die bestehenden Regelungen für verkaufsoffene Sonntage? Dieser Frage widmete sich eine Diskussionsveranstaltung der FDP im Modehaus Ruths in der Friedberger Kaiserstraße. Anlass war der verkaufsoffene Sonntag in Friedberg.
An der Diskussion nahmen Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen, Dr. Stefan Naas, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, sowie Markus Schmidt, Stadtverordneter und Ortsvorsitzender der FDP Friedberg, teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Julius Ulowetz, FDP-Ortsvorsitzender in Bad Nauheim.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Rahmenbedingungen für Sonntagsöffnungen und die Frage, wie viel Entscheidungsspielraum Kommunen und der Einzelhandel vor Ort erhalten sollten.
„Es geht darum, den Kommunen und den Unternehmen mehr Spielraum zu geben und die gesetzlichen Rahmenbedingungen an die Realität anzupassen. Wer die Innenstädte als vitale Orte erhalten will, kommt um eine neue Sichtweise auf verkaufsoffene Sonntage nicht herum“, erklärte Ruths.
Naas erklärte weiter: „Wir brauchen jetzt unbürokratische und faire Lösungen, die sich im Einklang mit der Hessischen Verfassung umsetzen lassen. Statt eines Anlassbezugs, der immer vor Gericht scheitern kann, braucht es einfache und klare Regeln für die Kommunen und den Handel.“ Bereits im vergangenen Jahr habe die FDP-Fraktion im Landtag gefordert, den Kommunen einen verkaufsoffenen Sonntag im Advent pauschal zu ermöglichen.
„Eine lebendige Innenstadt trägt wesentlich zur Lebensqualität einer Stadt bei. Die Liberalisierung der Sonntagsöffnung ist ein wichtiger Baustein, um sie auch langfristig zu erhalten. Denn das Gesamterlebnis für den Kunden ist der Schlüssel, mit dem der stationäre gegenüber dem Onlinehandel bestehen kann“, fasste Schmidt die Diskussion zusammen.
(v.l.n.r. ) Markus Schmidt, Jens Jacobi, Julius Ulowetz, Stefan Naas, Jochen Ruths)