Neun Gemeinden in der Wetterau nicht überlebensfähig?

Kommunalpolitik12. November 2019

FDP- Mann Hahn fordert emotionsfreie Diskussion

Nach der neuesten Studie des Hessischen Rechnungshofs (HRH) in Darmstadt sind neun Kommunen in der Wetterau längerfristig nicht mehr alleine überlebensfähig. Eine umfassende Analyse des HRH kommt zu dem Ergebnis, dass mindestens 8.000 Einwohner in einer Gemeinde leben sollten, damit die Verwaltung wirtschaftlich betrieben werden können. Natürlich, so der heimische FDP Land- und Kreistagsabgeordnete Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, werde im Landtag diese Aussage noch einmal grundlegend fachlich überprüft werden müssen.

„Völlig überrascht bin ich aber, dass es in gesamt Südhessen nur der Wetteraukreis ist, in dem insgesamt 9 Kommunen beheimatet sind, die unter diese Schwelle fallen. Also auch mehr als ländlich strukturierte Kreise wie den Odenwald oder den benachbarten Main-Kinzig-Kreis. Das wirft Fragen auch für den Wetteraukreis insgesamt auf,“ so der FDP-Landtags Vizepräsident weiter.

Echzell mit 5.782, Limeshain mit 5.741, Ober-Mörlen mit 5.754, Rockenberg mit 4.337 und Wöllstadt mit 6.478 Einwohnern liegen alle im westlichen Teil des Wetteraukreises bzw an der BAB 49, die im Ostkreis gelegenen Gemeinden Kefenrod mit 2753, Hirzenhain mit 2.885, Ranstadt mit 5.079 und Gedern mit 7.316 Einwohnern werden auch öffentlich angesprochen.

Für den Freien Demokraten ist es selbstverständlich, dass er sich in zügig zu vereinbarten Gesprächen mit den Bürgermeisterinnen und den Bürgermeistern über die geplanten Schlussfolgerungen vor Ort informieren werde. „Wir sind immer und überall für Freiwilligkeit. Auch bevorzugen wir eindeutig eine gezielte interkommunale Zusammenarbeit. Andererseits können die fachlichen Argumente aus Darmstadt nicht einfach ausgesessen werden,“ so Hahn weiter.

Auch sei jetzt der Landrat Jan Weckler gefordert. Es räche sich, dass die schwarz rote Kreismehrheit bisher alle Initiativen der FDP im Kreistag niedergestimmt hätte, ein stimmiges, praktikables und finanzierbares Konzept für den Gesamtkreis zu erarbeiten. „Unsere Nachbarkreise wie Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis sind da viel weiter. Wie kann der Kreis gerade den kleineren Kommunen am Rande des Vogelsberg helfen,“ so die abschließende Anmerkung des FDP Politikers Hahn.