Liberalen liegt Konradsdorfer Klosterkirche am Herzen

FDP vor OrtKulturTourismus20. Juli 2019

Hahn und Naas: Schnelle Instandsetzung in Kombination mit zukunftsweisendem Gesamtkonzept

Die Sanierung und die Zukunft des ehemaligen Klosters Konradsdorf ist Thema einer Kleinen Anfrage, die der heimische FDP-Landtagsabgeordnete und hessische Landtagsvizepräsident Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn mit seinem fachlich zuständigen Landtagskollegen Dr. Stefan Naas (ebenfalls FDP) an die Landesregierung gerichtet hat. In dieser spielt insbesondere die Verknüpfung von touristischen Attraktionen in der Region eine Rolle.

Hintergrund hierfür sind auch die Überlegungen des Wetteraukreises, diesen historisch wertvollen Ort am Rande des Vogelsberges wiederzubeleben und als Touristenmagnet nahe des Vulkanradweges, der Keltenwelt am Glauberg und der Bonifatiusroute auszubauen. Die Klosterkirche befindet sich zurzeit in einem schlechten Zustand, eine Restaurierung ist dringend notwendig.

Nachdem der heimische MdL sich persönlich vor Ort über den Zustand der Anlage ein Bild machte und sich mit dem Pächter der landwirtschaftlichen Staatsdomäne über die Vielschichtigkeit des Ortes (Gesamtschule Konradsdorf, fehlende Radwege, engagierte Landwirtschaft und Kultur vom Feinsten) ausgetauscht hat, bekräftigt auch sein fachlich zuständiger Kollege Dr. Stefan Naas bei einem weiteren Besuch gemeinsam mit der Leiterin von Schlösser und Gärten Hessen, Kirsten Worms, dass die Propstei Konradsdorf ein geschichtliches Juwel ist: „Die Anlage muss schnellstmöglich instand gesetzt werden, damit sie nicht weiter verfällt und touristisch endlich erschlossen werden kann. Zudem wird dringend ein Gesamtkonzept benötigt, damit Synergieeffekte für einen touristischen und wirtschaftlichen Aufschwung des Ostkreises sorgen,“ so die beiden Freien Demokraten.

„Wichtig wird es sein, dass die Problematik der Verkehrssituation gelöst wird. Fahrrad- und Gehwege sind für die Nutzer nicht in akzeptabler Form vorhanden“, weist Hahn auf eine vom Wetteraukreis zu lösende Problematik insbesondere im Hinblick auf die nahegelegene Gesamtschule hin.

In der offiziellen Antwort der Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, auf die von den Liberalen gestellte Kleine Anfrage heißt es, dass mit einem Baubeginn bereits 2020 gerechnet werden könne, sofern die benötigten Mittel im Landeshaushalt beschlossen würden. Bereits im Jahr 2022 könnte demnach die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Naas hierzu: „Ein Baubeginn 2020 ist wünschenswert, sofern gleichzeitig ein sinnvolles und zukunftsweisendes Gesamtkonzept entworfen wird.“

Die Freien Demokraten brachten im Hessischen Landtag zudem jüngst einen Antrag für ein Digitalisierungskonzept für Museen ein. FDP-Politiker Stefan Naas :“Die Digitalisierung sollte in Zuge der Instandsetzung auch in der Konradsdorfer Klosterkirche Einzug halten. Es ist wichtig, den digitalen Wandel zu beachten und die Klosterkirche zukunftsweisend auszustatten.“ Bei der Digitalisierung ginge es auch um die Animation und Erklärung des Gebäudebestandes. „Das Kulturgut soll ja frei zugänglich sein,“ so der heimische MdL Hahn abschließend.