Liberale zu Besuch bei Johannitern in Butzbach – Nieder Weisel
Eine Gruppe aktiver Liberaler hat das Geistliche Zentrum des Johanniterordens in Nieder-Weisel besucht und sich über die Aufgaben und die Expansion der letzten Jahre informiert. Ziel war das Geistliche Zentrum Nieder-Weisel, das nunmehr von dem ehemaligen Dortelweiler Gemeindepfarrer Johannes Misterek geleitet wird. „Als langjähriger Bürger von Dortelweil hat mich diese Tatsache angespornt, endlich einmal einen Besuch in Nieder-Weisel durchzuführen“, so der Vorsitzende der FDP Kreistagsfraktion Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, der von seinem Fraktionskollegen Jochen Ruths begleitet wurde.
Empfangen wurden die Freien Demokraten von Prof. Dr. Marcus Funke, der als Ehrenritter des Johanniter Ordens die Funktion des Gastgebers wahrnahm. Funke machte deutlich, dass der Ort Nieder-Weisel seit über 800 Jahren als Standort der Komturei Nieder-Weisel ein Ort von Heil und Heilung sei. „Wir Johanniter fühlen uns dem historischen Doppelauftrag des Ordens, d.h. dem Eintreten für den Glauben und dem Dienst am Menschen, verpflichtet. Auch im Jahr 2026 werden wieder rund 80 Veranstaltungen vor Ort statt. Dazu gehören Einkehrtage, Körperwahrnehmungsübungen wie Mediation und Kontemplation, Exerzitien, Pilgertouren und Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur und Theologie,“ fasste Funke die Aktivitäten zusammen.
Funke begrüßte die FDP Delegation im ursprünglichen Herrenhaus, das bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts als Krankenhaus genutzt wurde. „Vieler meiner Altersgenossen sind hier geboren worden, es war damals die einzige Entbindungsstation in Butzbach,“ so erinnerte sich der ehrenamtliche FDP Stadtrat Norbert Gonter. Heute ist das Gebäude als Ordenshaus Sitz der Hessischen Genossenschaft des Johanniterordens. Auch die Johanniter Unfall Hilfe, bekannt auch durch den Standort der Luftrettung in Reichelsheim, hat ihren Verwaltungssitz in Nieder-Weisel.
Besonders begeistert waren die Liberalen von der Komturkirche. Diese ist im 13. Jahrhundert aus Basaltstein des Vogelsberges errichtet worden und diente zu Beginn des 19. Jahrhunderts sogar als Kuhstall. „Das beeindruckende ist der erste Stock, in dem über Jahrhunderte der Krankensaal eingerichtet wurde und zahllosen Menschen gesundheitlich geholfen werden konnte,“ so Ruths, der für die FDP auch im Denkmalbeirat des Wetteraukreis mitarbeitet.
Bei dem abschließenden Rundgang waren die Liberalen begeistert, welche Entwicklung die Liegenschaft genommen hat. Von Hotel mit Restaurant über umfangreiche Tagungsmöglichkeiten bis hin zur Büronutzung ist alles jetzt auf modernstem Niveau vorhanden. „ Nieder-Weisel und Butzbach haben durch das Engagement der Johanniter erheblich profitiert,“ stellte der heimische FDP Politiker Uwe Schmittberger fest.
Foto v. l. n. r.: Johannes Misterek, Prof. Dr. Marcus Funke, Uwe Schmittberher, Norbert Gonter, Jochen Ruths, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn.