Liberale denken über kommunale Partnerschaft mit einer County in dem US Staat Wisconsin nach
„Die völlig unambitionierte Antwort des Landrats Jan Weckler auf unsere Anfrage, inwieweit sich der Wetteraukreis in die seit 50 Jahren bestehende Partnerschaft des Landes Hessen mit dem US Staat Wisconsin beteiligen möchte, hat uns Liberale noch mehr motiviert, diesen Faden für unsere heimische Arbeit weiter zu spinnen und entsprechende Informationen einzuholen,“ so der Vorsitzende der FDP Kreistagsfraktion Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn. Deshalb haben sich Freien Demokraten dieser Tage in Altenstadt mit Anthony Bindewald und seiner Ehefrau Karin aus Nidda getroffen, die aus langjähriger Erfahrung mit Wisconsin und den bestehenden Verbindungen über den Atlantik hinweg mit hessischen Einrichtungen berichten konnten.
„Gerade in der heutigen Zeit, in welcher die transatlantischen Beziehungen auch wegen der Amerikanischen Politik schwächelnden ist es doch besonders wichtig, auf anderen Ebenen bis hin zur kommunalen neue Kontakte zu knüpfen und auszubauen. Dafür sind gerade die persönlichen Beziehungen zwischen Vereinen und Schulen, aber natürlich auch von Kommunalen Gremien wie Landkreise und Städte wichtig,“ so die FDP Kreistagsabgeordnete Andrea Rahn-Farr.
Anthony Bindewald hat zu Beginn dieses Jahrhunderts in Wisconsin gearbeitet und ein breites Netzwerk aufgebaut. Heute ist er im Board of Directors der Hessen Wisconsin Society. Er konnte der FDP Delegation berichten, dass die hessischen Landkreise Kassel Land, Waldeck-Frankenberg und Offenbach-Land eine derartige Partnerschaft mit einem County in Wisconsin unterhalten. Hieraus seien dann natürlich auch weitere Schulpartnerschaften und weiteres entstanden.
Alle Gesprächsteilnehmer, so auch der stellvertretende FDP Kreisvorsitzende Christopher Hachenberg und der Altenstädter Liberale Hans Dresler , waren sich einig, dass eine erfolgreiche Verschwisterung nur dann funktioniere, wenn es gemeinsame Kommunikation und Aktivitäten gebe. „Ein regionaler Freundschafts- oder Verschwisterungsverein ist natürlich als Koordinator wichtig, aber letztlich kommt es auf einige Persönlichkeiten an, die ihre Freizeit einsetzen und es sich auch etwas kosten lassen,“ fasste Bindewald seine Erfahrungen zusammen.
Die Freien Demokraten wollen sich nunmehr bei ihren Parteifreunden in den drei Kreisen über deren Erfahrungen und Tipps informieren. Man werde aber auch die IHK Gießen-Friedberg ansprechen, genauso auch die THM und den Bauernverband. „Hoffentlich schaffen wir ein breites Bündnis, das die transatlantischen Beziehungen näher in die Wetterau bringt. So sollte ein offizieller Vertreter des Wetteraukreises im Herbst Ministerpräsident Boris Rhein zu den Geburtstagstagsfeierlichkeiten nach Wisconsin begleiten,“ so die Büdinger FDP Sprecherin Rahn-Farr.
Bild v. l. n. r.: Anthony Bindewald, Karin Bindewald, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, Hans Dresler, Andrea Rahn-Farr, Christopher Hachenberg.