Kürzungen bei digitaler Bildung sind das falsche Signal
FDP: Kürzungen bei digitaler Bildung sind das falsche Signal
Die schwarz-rote Landesregierung spart nun auch bei der digitalen Bildung. Das kritisieren der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Wetterauer Kreistag Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn und der schulpolitische Sprecher Jochen Ruths. „Dass Schwarz-Rot ausgerechnet bei der digitalen Bildung den Rotstift ansetzt, ist bildungspolitisch kurzsichtig und gefährdet die Zukunftschancen unserer Schülerinnen und Schüler“, erklärt Hahn.
Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag hat deshalb einen dringlichen Berichtsantrag eingebracht, um Klarheit über die geplanten Kürzungen und deren Auswirkungen zu erhalten. „Wir Liberale wollen wissen, welche konkreten Projekte betroffen sind und wie die Landesregierung sicherstellen will, dass die digitale Ausstattung und die Vermittlung digitaler Kompetenzen nicht weiter ins Hintertreffen geraten“, so Hahn weiter.
Jochen Ruths, auch Vizepräsident der IHK Gießen-Friedberg, ergänzt: „Digitale Bildung ist ein eminenter Baustein um unseren Nachwuchs gut für die Zukunft zu rüsten, gerade auch im Hinblick auf die duale Ausbildung. Wenn jetzt aus einem Unterrichtsfach eine freiwillig wählbare AG im Zuge des Ganztags wird, laufen wir Gefahr , dass viele junge Menschen an diesem Angebot vorbeigehen werden. Genauso ärgerlich ist es, dass man die gute Vernetzung mit anderen Fächern, die an vielen Pilotschulen erarbeitet wurde, aufs Spiel setzt. Wenn man betroffene Pädagogen anspricht, trifft man auf viele unbeantwortete Fragen und Unverständnis.“
Für die Freien Demokraten in der Wetterau ist klar: Hessen dürfe bei der digitalen Bildung nicht zurückfallen. „Statt Kürzungen brauchen wir verlässliche Investitionen in moderne Ausstattung, funktionierende Infrastruktur und die Fortbildung der Lehrkräfte sowie eine ausreichende Verfügbarkeit von debutierten Stunden“, betonen Ruths und Hahn.
„Die Landesregierung muss ihre Pläne offenlegen und korrigieren. Digitale Bildung darf nicht zum Sparopfer werden. Der Wetterauer Schuldezernent Landrat Weckler muss sofort bei seinem CDU-Parteifreund Kultusminister Schwarz ernsthaft protestieren,“ so Hahn abschließend.