Im Austausch mit Max-Planck-Institut in Bad Nauheim

FDP vor OrtForschung15. März 2020

Hahn: Die Gesundheit ist das höchste Gut der Menschen. Es ist erfreulich, dass wir mit dem MPI eine Forschungseinrichtung in der Wetterau haben, die qualitativ hochwertige Forschungsarbeit leistet

Der hessische FDP-Landtagsvizepräsident Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn war zusammen mit dem Bad Nauheimer FDP-Bundestagsabgeordneten Peter Heidt, dem stellvertretenden FDP-Kreisvorsitzenden Frei Messow, der FDP-Kreistagsabgeordneten Elke Sommermeyer und der Vorsitzenden der FDP Bad Nauheim, Catherina Arlt bei dem Bad Nauheimer Max-Planck-Institut (MPI) für Herz- und Lungenforschung zu Gast.

Am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung untersuchen Wissenschaftler den Aufbau von Herz, Blutgefäßen und der Lunge. Ihre Erkenntnisse sollen unter anderem dazu beitragen, Erkrankungen dieser Organe besser zu verstehen und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. So erforschen die Wissenschaftler beispielsweise, wie die Zellen das Herz-, Blutgefäß- und Lungengewebes untereinander kommunizieren und welche Signalmoleküle ihre Funktion beeinflussen.

Prof. Thomas Braun, Geschäftsführender Direktor der Abteilung „Entwicklung und Umbau des Herzens“ und Dr. Matthias Heil, Verwaltungsleiter und Pressesprecher- und Öffentlichkeitsarbeit, berichteten den Liberalen von der Erfolgsstory des Instituts am Standort Bad Nauheim: „Wir beschäftigen an unserem Standort derzeit rund 400 Mitarbeiter, etwa 200 sind direkt in der Forschung aktiv. Das Institut existiert seit fast 90 Jahren, wurde aber 2005 mit neuem Namen und neuer wissenschaftlicher Besetzung neugegründet.“ Braun hob hervor, dass das MPI in Bad Nauheim zusammen mit seinen Kooperationspartnern, den Universitäten Gießen und Frankfurt, als einziges hessisches Bewerberkonsortium bei der aktuellen Exzellenz-Förderrunde des Bundes und der Länder erfolgreich gewesen sei. Im Vordergrund der Bewerbung habe unter anderem der Ansatz des Erfindens von neuen Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von Herz- und Lungenkrankheiten gestanden.

„Die Gesundheit ist das höchste Gut der Menschen. Es ist erfreulich, dass wir mit dem Max-Planck-Institut eine Forschungseinrichtung in der Wetterau haben, die qualitativ hochwertige Forschungsarbeit leistet. Das MPI in Bad Nauheim muss auch künftig von der Politik weiter unterstützt werden“, so der ehemalige Justizminister und jetzige Landtagsvizepräsident Hahn.

Gleichzeitig gaben die Liberalen dem Forschungsinstitut den Hinweis, dass Baumaßnahmen, die im und rund um den Sprudelhof durch den Neubau des Thermalbades mit Tiefgarage und Hotelanlage ab Ende des Jahres entstehen, auch das Institut betreffen werden. MdB Peter Heidt, der auch Stadtverordneter in Bad Nauheim ist, sicherte zu, diesbezüglich den Kontakt mit dem Bad Nauheimer Bürgermeister Kress aufzunehmen.

Auf die Nachfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Hahn, inwiefern der Fachkräftemangel auch das MPI in Bad Nauheim treffe, sagte Braun: „Insbesondere in den Verwaltungsbereichen und in der Haustechnik wird es für ins immer schwieriger, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Im Bereich der Forschung können wir bisher durch das Rekrutieren von Doktoranden aus dem Ausland den Fachkräftemangel kompensieren. Rund zwei Drittel der Doktoranden kommen inzwischen aus dem Ausland.“

„Fehlendes Knowhow ist ein Knock-Out-Faktor für jede Forschung und für jede Wirtschaft. Ein Mangel an Fachkräften gefährdet den Aufschwung in Deutschland. Die Bundesregierung muss den Fachkräftemangel endlich beheben. Wir Freie Demokraten haben im Bundestag bereits einen konkreten Lösungsvorschlag gemacht: Ein Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem nach dem Vorbild erfolgreicher Einwanderungsländer“, so der liberale Bundestagsabgeordnete Peter Heidt.