Hahn(FDP): Der Wettbewerb um die besten Köpfe hat begonnen 

Justiz15. Juli 2019

WETTERAUKREIS GIEßEN – Anlässlich seines Besuches bei dem auch für seinen Wahlkreis Wetterau zuständigen Verwaltungsgericht Gießen hat der Vizepräsident des hessischen Landtags und ehemalige Hessische Justizminister Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn ein wohlbestalltes und effektives Gericht vorgefunden. Der neue Präsident Harald Wack machte deutlich, dass die Eingangszahlen gerade in dem für das VG Gießen zentralen Bereich der Asylverfahren wieder erheblich zurückgegangen seien, sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau befänden. Nicht zuletzt deshalb, aber auch zur möglichst zeitnahen Bearbeitung der hohen Bestände an Asylverfahren, benötige das VG Gießen eine 10. Kammer, damit eine gezieltere und effektivere Verteilung der Fälle, gerade auch im Hinblick auf die zahlreichen jungen Proberichter, vorgenommen werden könne.

Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten, Herrn Bodenbender, den Vorsitzenden von Richterrat, Herrn Roßbach, und Personalrat, Frau Kahmann, sowie der Gleichstellungsbeauftragten, Frau Dr. Funk, waren sich alle einig, dass es einen neuen Schwung geben müsse, um für die kommenden richterlichen und nichtrichterlichen Mitarbeiter in hessischen Gerichten die künftige Arbeit erstrebenswert zu machen. „Flexiblere Arbeitszeiten mit digitaler Unterstützung, damit auch ein Home-Office möglich ist, mit einer angemessenen Bezahlung insbesondere im nichtrichterlichen Dienst, in freundlichen, modernen Gebäuden mit enger IT Verknüpfung auch zu den Behörden ist dringend zu erreichen. Ansonsten werden wir den Wettbewerb mit den Anwaltskanzleien und Versicherungsunternehmen um die besten jungen Köpfe verlieren,“ so der FDP Politiker Hahn. Sicherlich sei das Justizzentrum in Gießen ein guter Platz, der aber auch immer wieder modernisiert werden müsste.

Die Lage im richterlichen Bereich entwickele sich bedenklich/besorgniserregend, sei auch die Zahl der Juristen, die das zweite Staatsexamen abgeschlossen haben, in dem vergangenen Jahrzehnt um mindestens 25 Prozent zurückgegangen.