Hahn hakt nach: Büdinger WEG nun Thema im Landtag

BildungFDP vor Ort18. Mai 2020

Hahn: Häufige Wechsel in der Schulleitung werfen Fragen auf

Die von dem Schulelternbeirat des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums (WEG) öffentlich formulierten Probleme rund um die Besetzungen von Stellen im Schulleitungsteam hat der heimische FDP-Landtagsabgeordnete Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn nun zum Anlass genommen, im Hessischen Landtag die Landesregierung mittels sogenannten Kleinen Anfragen zu dem Thema zu befragen. Der Schulelternbeirat um dessen Vorsitzenden Tobias Greilich hatte zuvor öffentlich kritisiert, dass mit einer neuerlichen Entscheidung des Hessischen Kultusministeriums nunmehr die achte Schulleiterkonstellation binnen sechs Jahren eintrete. Wenn man die weiteren Schulleitungsmitglieder einbeziehe, gab es laut dem Gremium binnen der letzten acht Jahre zwölf Schulleitungskonstellationen.

Deswegen bittet der FDP-Landtagsvizepräsident Hahn die Landesregierung um den zuständigen Kultusminister Alexander Lorz (CDU) im Hessischen Landtag nun um Antworten zu insgesamt elf präzisen Fragen rund um das Thema der Schulleitungsstellen am Büdinger Gymnasium. Unter anderem fragt der FDP-Politiker Hahn, wie viele Ausschreibungen es für die Stelle der Schulleitung und der Studienleitung seit 2013 gab und was die jeweiligen Auslöser waren. Auch will Hahn von dem Kultusminister wissen, wie oft und mit welchen Begründungen im fraglichen Zeitraum frühzeitig die Maßnahmen  beendet oder neu ausgeschrieben wurden und wie lange die Dauer von den Besetzungsverfahren war. Zudem fragt der FDP-Landespolitiker, wie oft das Schulleitung seit 2013 vollständig besetzt war und inwiefern die Landesregierung grundsätzlich bestrebt ist, eine personelle Kontinuität zu wahren und warum dies offensichtlich in den letzten Jahren an dem Büdinger Gymnasium nicht geglückt ist. Außerdem fragt der Liberale, wie die Landesregierung die von dem Schulelternbeirat durchgeführte Umfrage an der Schule einschätzt. Über 90 Prozent der Eltern, Lehrkräfte und Schülerschaft sind laut der durchgeführten Umfrage nicht der Meinung, dass das Staatliche Schulamt und das Kultusministerium in den letzten zehn Jahren der Fürsorgepflicht gegenüber dem Gymnasium nachgekommen ist. Zudem wünschen sich über 90 Prozent, dass der amtierende Schulleiter Oliver Eissing das Schulleitungsamt behält. Das Kultusministerium hatte bereits ohne Begründung  bekannt gegeben, dass zum neuen Schuljahr die Schulleiterstelle wieder neu besetzt wird.

„Die von dem Schulelternbeirat kritisierten häufigen Wechsel in der Schulleitung werfen einige Fragen auf. Ich erwarte vom Kultusminister Lorz klare Antworten auf die Fragen und zudem Rückschlüsse darauf, warum so viele personelle Wechsel in den vergangenen Jahren vorzunehmen waren. Die Aufgaben und Herausforderungen für Schulleitungen, beispielsweise die Digitalisierung, Integration, Inklusion oder auch die Bürokratiebelastung, haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Nicht nur aus diesem Grund ist eine gewisse personelle Kontinuität bei Schulleitungen wünschenswert. Dies ist den Verantwortlichen im Hessischen Kultusministerium am WEG offensichtlich keineswegs geglückt“, so der ehemalige Justizminister Hahn.