Freie Demokraten besuchen Schulamt: Digitalisierung der Schulen vorantreiben

04.12.2019

Bei einem Besuch des FDP-Landtagsvizepräsidenten Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn und der stellvertretenden FDP-Kreisvorsitzenden Natascha Baumann beim Staatlichen Schulamt für den Hochtaunus- und den Wetteraukreis sprachen die Liberalen mit der Amtsleitung Dr. Rosemarie zur Heiden und der Dezernentin Anja Reul hauptsächlich über die Digitalisierung der heimischen Schulen und Cybermobbing.

„Digitale Medien sollen Schulen zur besseren Vermittlung von Inhalten dienen“, zeichnete die Amtsleiterin Dr. zur Heiden zu Beginn des Gespräches ein klares Bild Ihrer Vorstellung. Aus diesem Grund gibt das Schulamt den Schulen bei Bedarf Unterstützung, damit diese ein speziell für jede einzelne Schule konzipiertes Medienkonzept vorlegen kann. Hierbei sei es dem Schulamt wichtig, dass die jeweils besonderen Bedürfnisse der Schulen im Bereich Digitalisierung genau benannt werden.

Aus dem Digitalpakt Schule, ein Finanzpaket der Bundes- und Landes, fließen den Wetterauer Schulen rund 19,5 Millionen Euro zu. Das Geld soll in enger Absprache mit dem Schulträger Wetteraukreis sowohl für starke Breitbandanbindung bis hin zu Tablets eingesetzt werden.

Zur Heiden kritisierte zudem eine immer größer werdende Anzahl an Fällen im Cybermobbing. „Durch das Internet wurde das Mobbing an Schulen schneller und dynamischer. Um dem entgegenzuwirken, finden an unseren Schulen regelmäßig Präventionstage sowohl für die Lehrer- als auch für die Schülerschaft statt.“ Man war sich einig, dass Cybermobbing für die Betroffenen zumeist schlimmer als Schikane auf dem Pausenhof sei, da die Eingriffe in das Privatleben in Extremfällen rund um die Uhr stattfinden würden.

FDP-Mann Hahn und seine Parteikollegin Baumann sagten zur Digitalisierung an den hiesigen Schulen: „Der Digitalpakt ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir benötigen in Hessen dringend weitere Maßnahmen, um die Digitalisierung in den Schulen voranzutreiben. Die modernste Technik von heute kann morgen schon ein Fall für das Museum sein. Die vorgesehenen finanziellen Mittel zur Umsetzung des Digitalpakts werden nicht ausreichen, um den vielfältigen Anforderungen der Bildung in der digitalen Welt zu entsprechen. Zögerliches Handeln der schwarz-grünen Landesregierung sorgt dafür, dass unser Bildungssystem von moderneren, wie dem in Skandinavien, weiter abgehängt wird. Auch fehlen die pädagogischen Zukunftsideen, denn die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern nur ein neues Medium.“

Eindeutig positiv sieht die stellvertretende FDP-Kreischefin Baumann auch als Elternvertreterin in Altenstadt die Arbeit gegen Cybermobbing. „Wir begrüßen es, dass durch spezielle Präventionstage auch gemeinsam mit der Polizei eine höhere Sensibilität geschaffen wird. Es muss gelingen, Kinder und Jugendliche künftig besser vor Mobbing in der virtuellen Welt zu schützen.“