Forschungszentrum, Ehrenamt und UNESCO-Perspektive stärken den Standort Glauberg

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FDP/Volt-Fraktion besucht Keltenwelt am Glauberg

Forschungszentrum, Ehrenamt und UNESCO-Perspektive stärken den Standort Glauberg

Die FDP/Volt-Fraktion im Wetterauer Kreistag hat die Keltenwelt am Glauberg besucht und sich über aktuelle Projekte, die wissenschaftliche Arbeit und die weitere Entwicklung des Standorts informiert. Für die Fraktion nahmen Andrea Rahn-Farr, Anna Preis, Verena Maienschein und der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Wolfgang Patzak teil. Begleitet wurden sie von Maja Becker-Mohr, Dorothea Preißer, Rosemarie Patzak, Bodo Preißer und Sylvia Patzak von der FDP Büdingen. Dr. Marcus Coesfeld, Direktor des Archäologischen Landesmuseums Keltenwelt am Glauberg, und Birgit Moskalenko, Koordinatorin der Keltenwelt-Akademie, empfingen die Gäste zum Austausch im neu gestalteten Bistro.

Dr. Marcus Coesfeld stellte die aktuellen Projekte und Forschungsschwerpunkte der Keltenwelt am Glauberg vor. Das Jahr 2026 ist für den Glauberg ein besonderes Jubiläumsjahr: Die Keltenwelt besteht seit 15 Jahren und es jährt sich der Fund der weltberühmten Statue des „Keltenfürsten“ zum 30. Mal. Die Statue zählt zu den bedeutendsten archäologischen Funden aus der keltischen Zeit in Europa und bildet den Mittelpunkt der Ausstellung am Glauberg.

„Wer die Keltenwelt besucht, sieht unmittelbar, welche Bedeutung der Glauberg für unsere Wetterau hat. Forschung, Kulturvermittlung und Tourismus greifen hier auf besondere Weise ineinander“, erklärte Andrea Rahn-Farr.
Ein wichtiges Zukunftsprojekt ist der Neubau des Forschungszentrums am Standort Glauberg. Das Gebäude soll direkt neben dem Museum entstehen. Die Bauarbeiten werden während der Landesgartenschau beginnen. Bis Ende 2029 soll das Forschungszentrum fertig sein. Es wird die bestehende Verbindung von Museum, Archäologischem Park und Forschung weiter ausbauen.

Auch die Perspektive einer Anerkennung als UNESCO-Welterbe wurde besprochen. Der Glauberg und die Heuneburg in Baden-Württemberg stehen bereits gemeinsam als „Keltische Machtzentren der älteren Eisenzeit nördlich der Alpen“ auf der deutschen UNESCO-Tentativliste. Am Antragsverfahren arbeite man aktuell intensiv, erklärte Dr. Marcus Coesfeld.

Birgit Moskalenko stellte die Keltenwelt-Akademie vor, die Fortbildung, bürgerschaftliches Engagement und kulturelle Vermittlung verbindet. Mitglieder des Fördervereins können sich dort kostenfrei zu Keltenwelt-Botschafterinnen und -Botschaftern weiterbilden lassen. Nach erfolgreicher Zertifizierung unterstützen sie die Keltenwelt ehrenamtlich bei Veranstaltungen, Messeauftritten und weiteren Aktionen. 13 Personen haben schon die Botschafterrolle übernommen und mehr als 100 Menschen nutzen aktuell die Angebote der Akademie. Auch die Herausforderungen des Ehrenamts und des Fördervereins, insbesondere über die Nachwuchsgewinnung war Thema.

Ebenso wichtig sei die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der hauptamtlichen Mitarbeitenden, sagte Birgit Moskalenko. Die FDP/Volt-Fraktion begrüßt den Ansatz, haupt- und ehrenamtliche Kräfte gut zu vernetzen und mit den Keltenwelt-Botschaftern eine weitere Brücke zwischen Museum und Öffentlichkeit zu schaffen.

Positiv bewerteten die Liberalen die Kooperationen mit Schulen und Kulturpartnern. Schulklassen, archäologische Arbeitsgemeinschaften und Bildungsangebote ermöglichen Kindern und Jugendlichen einen unmittelbaren Zugang zur Geschichte des Glaubergs. Die FDP/Volt-Fraktion dankte Dr. Marcus Coesfeld und Birgit Moskalenko für den offenen Austausch und wird die Weiterentwicklung der Keltenwelt am Glauberg als bedeutenden Forschungs-, Bildungs-, Kultur- und Tourismusstandort in der Wetterau weiter begleiten.
Anna Preis und Verena Maienschein erklärten: „Die Keltenwelt ist ein gut passender Lernort außerhalb des Klassenzimmers. Gerade für Kinder und Jugendliche wird hier Geschichte lebendig, wenn sie den Fundort, die Originale und die wissenschaftliche Arbeit unmittelbar erleben. Schulkooperationen und die archäologische Bildungsarbeit verdienen deshalb besondere Unterstützung.“
Die FDP/Volt-Fraktion will die Weiterentwicklung der Keltenwelt weiterhin begleiten und sich dafür einsetzen, den Glauberg als Forschungs-, Bildungs-, Kultur- und Tourismusstandort in der Wetterau weiter zu stärken.