FDP Wetterau verurteilt Pläne des hessischen Kultusministers, das Fach ‚Digitale Bildung‘ abzuschaffen
Fünf Schulen in der Wetterau zunächst betroffen
Die FDP Fraktion im Kreistag des Wetteraukreis wird sich mit allen legalen Mitteln gegen die Beerdigung des neuen Schulfaches ‚digitale Welt‘ durch den hessischen Kultusminister Armin Schwarz (CDU) auflehnen. „In einer Zeit, wo wir uns intensiv in Politik und Gesellschaft mit der Medienkompetenz gerade bei Kindern und jugendlichen befassen, ist es hoch verantwortungslos, gerade dieses in der Probephase befindliche Schulfach ersatzlos zu streichen,“ so der Fraktionschef Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn.
Die bisherige Schulpolitische Sprecherin Julia Raab machte deutlich, es gäbe in der Wetterau fünf betroffene Schulen. „Bisher testen die Solgrabenschule und die Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim, die Gesamtschule in Gedern, die Limesschule in Altenstadt und das Gymnasium in Nidda in der Pilotphase dieses wichtige Schulfach,“ berichtet die liberale Bildungspolitikerin Raab aus Wölfersheim.
Als FDP Kreistagsfraktion habe man in den vergangenen Monaten mehrere dieser Schulen besucht und im Informationsaustausch immer wieder erfahren, dass sich gerade die fachlich kompetenten Lehrkräfte sehr intensiv mit der Ausarbeitung der notwendigen Curricula beschäftigt haben. „Diese auf jede einzelne Schule spezifischen Lehrpläne sind fertig und abgestimmt, jetzt soll diese qualifizierte Arbeit von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern in die Tonne getreten werden? So darf ein verantwortlicher Schulminister nicht agieren,“ ergänzte Raab.
Für den künftigen schulpolitischen Sprecher Jochen Ruths ist es nicht mehr nachvollziehbar, dass das in Zukunft gerichtete Lehrfach einfach gestrichen wird. „ Wir stehen vor einem neuen großen Schritt in die digitale Welt, KI lässt grüßen! Wir als Liberale erwarten, dass ab 2028 in jeder Wetterauer Schule digitales Fachwissen vermittelt wird,“ so Ruths weiter.
Nach Hahns Worten arbeite man in dieser Frage eng mit der FDP Landtagsfraktion und benachbarten Kreistagsfraktionen zusammen. „Mein ehemaliger Landtagskollege Schwarz muss mit viel Druck verstehen , Schule muss sich auf die zukünftigen Themen konzentrieren und die Schülerinnen und Schüler auf die digitale Zukunft vorbereiten,“ schließt Hahn.