FDP Wetterau erstaunt über Kandidatur von Zebunke

15.08.2018

Erstaunt hat sich die FDP Kreistagsfraktion über die Kandidatur des Grünen Politikers Zebunke für die Position des 2. hauptamtlichen Kreisbeigeordneten gezeigt. Nach Auffassung des FDP-Fraktionsvorsitzenden Peter Heidt ist es völlig unglaubwürdig, wenn man eine Stelle grundsätzlich ablehnt und sich dann ausgerechnet genau auf diese Stelle bewirbt. Ähnlich wie die FDP ist nämlich auch die Partei der Grünen der Auffassung, dass es bei der Besetzung dieser Stelle nur um einen ausgeglichenen Proporz innerhalb der Großen Koalition geht. „Wir sind uns in dieser Frage mit den Grünen grundsätzlich einig, dass es inhaltlich für diese Stelle überhaupt keine Notwendigkeit gibt. Außerdem verschlingt diese Stelle mit allen Folgekosten mehrere 100.000 € im Jahr“, so Peter Heidt weiter. Der ausgewählte Kandidat der großen Koalition ist entsprechend auch jemand, der sich in der Kreispolitik überhaupt nicht auskennt, völlig ohne Verwaltungserfahrung ist und deshalb im Zweifel eher eine Belastung für die Verwaltung darstellt, als hier tatsächlich Führungsaufgaben übernehmen zu können.

FDP Kreistagsabgeordneter Jörg-Uwe Hahn ergänzt dabei, dass Zebunke erst in diesem Jahr als Landrat kandidiert hat und nun eigentlich auch im Oktober zur Wahl für den hessischen Landtag antritt. Offensichtlich sind die Grünen der Auffassung, dass Zebunke zwar quasi eine Art „Dauerkandidat“ ist, eine Spitzenkandidatur traut man ihm aber zumindest auf Landesebene auch nicht zu, schließlich wurde er nicht einmal auf der Landesliste berücksichtigt, im Gegensatz zu den anderen Kandidaten der Grünen aus der Wetterau. „Dass der Kreisverband der Grünen hier erneut auf Zebunke zurückgreifen musste, macht aber auch deutlich, wie dünn augenscheinlich die Personaldecke der Grünen im Wetteraukreis ist“, so Jörg-Uwe Hahn abschließend.