FDP Wetterau besucht Musikinstrumentenmuseum Lißberg
FDP Wetterau besucht Musikinstrumentenmuseum Lißberg: Kulturelles Erbe sichern und zum Landesmuseum weiterentwickeln
Bei einem Besuch im Musikinstrumentenmuseum Lißberg informierten sich Dr. Matthias Büger, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Wolfgang Patzak, ehrenamtlicher FDP-Kreisbeigeordneter im Wetteraukreis und Sylvia Patzak, stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende, über die aktuelle Situation und die Zukunftsaussichten der einzigartigen Einrichtung in Ortenberg-Lißberg. Bei einer Führung und in einem intensiven Austausch mit Kurt Racky, dem Vorsitzenden des Fördervereins des Museums, wurde deutlich, welchen außergewöhnlichen kulturellen Schatz das Museum für die Wetterau, für Hessen und weltweit darstellt.
Kurt Racky stellte das Museum, die Instrumente und die Entstehungsgeschichte vor. Das Musikinstrumentenmuseum Lißberg beherbergt über 2.000 Exponate. Es gibt auch 16 weltweit nur in Lißberg zu findende Instrumente, damit also Weltbesonderheiten, die von Kurt Reichmann nachgebaut wurden. Im Museum sind unter anderem Drehleiern, Orgelleiern, ein Bassanello, Dudelsäcke, Hackbretter, eine ukrainische Kobsa, ein Dreh-Zupf-Instrument und Bauernleiern ausgestellt.
Im ehemaligen Schulhaus in Lißberg verfügt das internationale Musikinstrumentenmuseum also über die weltweit größte Bordun-Instrumentensammlung. Gegründet wurde das Museum 1990, getragen wird es von der Stadt Ortenberg und dem Förderverein. Ehrenamtliche führen die Besucher durch die Ausstellung. Das pädagogische Konzept „Die Entwicklung der Musikinstrumente“ macht Instrumente für alle erlebbar. Schülergruppen kommen in der Projektwoche vorbei und das Museum arbeitet mittlerweile auch mit Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftlern der Universität Frankfurt zusammen, erklärte Kurt Racky.
Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Büger erklärte: „Das Musikinstrumentenmuseum Lißberg ist ein kulturelles Kleinod mit mehr als landesweiter Bedeutung. Eine Sammlung dieser Qualität darf nicht dem Zufall überlassen bleiben. Wir brauchen eine verlässliche institutionelle Förderung und die klare Perspektive, dieses Haus zu einem anerkannten Landesmuseum weiterzuentwickeln.“
Für die FDP Wetterau ist klar: Diese einmalige Sammlung muss dauerhaft gesichert und strukturell gestärkt werden. Die Wetterauer Liberalen und besonders der Ehrenvorsitzende der FDP Hessen, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, setzen sich seit langen Jahren dafür ein, die Zukunft des Museums zu sichern und es perspektivisch zu einem anerkannten Landesmuseum weiterzuentwickeln, damit die Sammlung in der Wetterau erhalten bleibt und zugleich stärker für die Öffentlichkeit erschlossen werden kann.
Der Kreisbeigeordnete Wolfgang Patzak betonte: „Hier in Lißberg wird mit großem ehrenamtlichem Einsatz kulturelles Erbe bewahrt, das in dieser Form einzigartig ist. Gerade weil die räumlichen und personellen Grenzen längst erreicht sind, sehen wir sowohl den Wetteraukreis als auch das Land Hessen in der Verantwortung, tragfähige Unterstützung zu leisten.“
Dr. Matthias Büger unterstrich im Gespräch die kulturpolitische Bedeutung des Museums für die Region. „Hier wird Geschichte erlebbar gemacht“, sagte Matthias Büger im Gespräch. Museumsbesucher können Instrumente ausprobieren und den einzigartigen Klang der Musik vergangener Zeiten hören. Der direkte Austausch vor Ort habe gezeigt, dass es nicht nur um den Erhalt einer bemerkenswerten Sammlung gehe, sondern auch um die Frage, wie ein kultureller Leuchtturm im ländlichen Raum gerade auch vor der anstehenden Landesgartenschau nachhaltig gesichert und zukunftsfähig aufgestellt werden könne.
Die FDP Wetterau fordert erneut, die institutionelle Förderung des Musikinstrumentenmuseums Lißberg auf Landesebene voranzubringen und gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort eine langfristige Entwicklungsperspektive zu schaffen. Ziel ist es, die einzigartige Sammlung mit ihren international bedeutenden Beständen dauerhaft zu bewahren und das Museum als kulturellen Anziehungspunkt in Hessen aufzuwerten, so Sylvia Patzak abschließend.
Foto vlnr: Wolfgang Patzak, Kurt Racky, Dr. Matthias Büger, Sylvia Patzak