FDP verwundert über drastische Erhöhung der Müllgebühren

Stadtentwicklung9. Oktober 2017

Hahn: Warum soll der Wetteraukreis weiter für Friedberg und Bad Nauheim einen Recyclinghof betreiben?

Intensiv haben sich die Liberalen im Wetterauer Kreistag mit den Vorlagen der großen Kreiskoalition zum Thema Abfall auseinandergesetzt. Dabei stoßen Ihnen, so der zuständige Kreistagsabgeordnete Dr. h.c. Jörg – Uwe Hahn ( Bad Vilbel ), insbesondere zwei Themenbereiche als sehr diskussionswürdig auf.

„Zum einen wollen wir genau wissen, warum der Wetteraukreis weiterhin für die zentralen Städte Friedberg und Bad Nauheim einen Recyclinghof vorhalten und betreiben soll. Die Frage stellt sich jetzt, weil die große KoA ein neues Grundstück in Friedberg Dorheim für eine Millionen Euro plus Maklerkosten und Grunderwerbssteuer kaufen will,“ so Hahn nach einer Sitzung der FDP Kreistagsfraktion in Rosbach. Immerhin würden sieben heimische Kommunen selbst diese Aufgabe erfüllen, der Kreis betreibe nur noch in Echzell und Niddatal Recyclinghöfe, verbunden jeweils mit zentralen Einrichtungen für den gesamten Kreis.

“ Wir möchten konkret wissen, was kostet den Wetteraukreis dieses zusätzliche Angebot, welche Einsparungen sind für die Kommunen Bad Nauheim und Friedberg mit dieser Kreislösung verbunden. Es kann doch nicht gerecht sein, dass gerade diese großen Kommunen vom Wetteraukreis subventioniert werden, die anderen Kommunen dies mitzahlen.  Diese Befürchtung wird befeuert von der eigenen Vorlage, in der die Kreiskoalition eine Alternative der Einstellung des RH  Friedberg ausschließt mit der Begründung, dies würde in der Öffentlichkeit voll zu Lasten des Images des Abfallwirtschaftsbetriebes und auch des Wetteraukreises gehen,“ zitiert der FDP Abgeordnete die schriftliche Begründung. „Viel Geld für ein gutes Image!“

Großes Unverständnis sei, so Hahn weiter, auch bei der Frage der Gebührenerhöhung vorhanden. Eine weitere Vorlage des Rotschwarzen Kreisausschusses will die Müllgebühren ab 1.1.2018 drastisch verteuern, beim Restmüll bis zu 60 Prozent. ‚Dabei überrascht uns die liebliche Begründung des Dezernenten Schäfer, jeder Bürger würde ja nur um einen Euro pro Monat belastet. Dies macht deutlich, die Not bei Argumenten ist wohl groß. Auch beim Sperrmüll geht es im kommunalen Bereich von 168€/t auf 269€/t, Bioabfall sogar von 65 €/t auf künftig 109 €/t. Da werden wohl auch noch die falschen Schwerpunkte gesetzt, wir Freie Demokraten werden das in den Ausschüssen in der kommende Woche intensiv ansprechen,“ so der heimische Landtags- und Kreistagsabgeordnete Hahn abschließend.