Capio-Mathilden-Hospital: Bauerweiterung schreitet voran

FDP vor Ort15. Mai 2018

Unter der Leitung des heimischen Kreis-und Landtagsabgeordneten Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn hat eine Delegation der Wetterauer FDP das Capio-Mathilden-Hospital in Büdingen besucht. Zunächst informierte Verwaltungsdirektor Michael Hedtrich die Kommunalpolitiker über den Baufortschritt des in privater Hand betriebenen Krankenhauses, bevor Chirurgie-Chefarzt Dr. Dieter Rummel und Pflegedienstleiter Matthias Merten vom alltäglichen Betrieb der Klinik berichteten. Zu den freidemokratischen Gästen zählten neben Hahn der Wetterauer Kreisbeigeordnete Wolfgang Patzak und die Büdinger Stadtverordnete Andrea Rahn-Farr.

„In den letzten drei Jahren hat sich hier viel verändert“, leitete Hedtrich den Austausch ein. Die Vergrößerung des Krankenhauses habe im Jahr 2002 begonnen, mittlerweile sei der dritte und vorläufig letzte Schritt der baulichen Erweiterung fast abgeschlossen. „Wir gehen davon aus, dass wir diesen Teil des Projekts ebenso reibungslos wie die ersten beiden Bauabschnitte beenden können“, so Hedtrich weiter. Die Grundsanierung habe man erfolgreich abgeschlossen, ausstehend sei nun lediglich das Untergeschoss, in dem sich die Küche und Technik des Krankenhauses befänden. Optisch habe sich die Klinik bereits deutlich verändert: „Vom ursprünglich L-förmigen Grundriss des Gebäudes haben wir über eine zwischenzeitig Z-ähnliche Struktur das jetzt von oben an ein T erinnernde Erscheinungsbild erreicht“, erläuterte Hedtrich. Laut dem Verwaltungschef belaufen sich die Investitionskosten für das gesamte Projekt auf rund 33 Mio. Euro, zu welchen der Betreiber Capio 20% aus Eigenmitteln beigesteuert habe. Die Erweiterung stehe in der 150jährigen Tradition der Einrichtung, die sich seit der Gründung im Jahr 1867 immer wieder gewachsen sei und heute die meisten Betten aller Allgemeinkrankenhäuser von Capio in Deutschland beherberge. Hahn unterstrich auch deren Bedeutung für den Standort Büdingen: „Als freidemokratische Kommunalpolitiker sind wir stolz darauf, mit dem Capio-Mathilden-Hospital über eine hochmoderne High-Tech-Klinik im östlichen Wetteraukreis zu verfügen.“ Deren kontinuierliches Wachstum spreche dafür, dass sowohl die kaufmännische Verwaltung als auch das Ärzteteam und der Pflegedienst professionell am Erfolg der Einrichtung mitarbeiteten.

Chefarzt Rummel erklärte, dass die Belegungskurve einer Klinik nicht immer kalkulierbar sei. Zum einen ließen sich gehäufte Krankheitsfälle nicht vorhersehen, zum anderen variiere die Liegedauer der einzelnen

Behandelten: „Bei Patienten in Deutschland herrscht die Mentalität vor, nach einem Eingriff möglichst noch die gesamte Erholungsphase im Krankenhaus zu verbringen – dabei ist das im Regelfall überhaupt nicht nötig. Im Gegenteil: Die frühe Entlassung ins eigene Heim dank schneller Wundheilung ist ein Qualitätsmerkmal guter chirurgischer Arbeit.“ In Schweden sei es daher üblich, als Patient bereits drei Tage nach einer Hüft-OP nach Hause zurückzukehren. Zudem sprach Rummel den sich weiter gesellschaftlich verstärkenden Trend an, auch in medizinisch nicht dringenden Fällen die Krankenhäuser aufzusuchen:

„Wir nehmen uns für jeden eintreffenden Patienten die notwendige Zeit – in den meisten Krankheitsfällen ist aber zunächst der Hausarzt die richtige Adresse.“