CDU und SPD verlieren ihre Jahrzehnte lange alleinige Macht über die OVAG
Hahn begrüsst das entschiedene Urteil des VGH in Kassel
„Über Jahrzehnte war die OVAG und ihre zahlreichen Tochterunternehmen ein abgeschotteter Hort der Grosskoalitionäre von CDU und SPD. Auch die Koalitionspartner in den einzelnen Landkreisen wurden in diese Machtstrukturen nicht hereingelassen. Alleine bei der Besetzung der Vorstandsposten seit den 70 ger Jahre des letzten Jahrhunderts kann man es erkennen, alles Kommunalpolitiker von SPD und CDU, meistens sogar ehemalige Landräte oder Hauptamtliche Kreisbeigeordnete. Diese gegenseitigen Abhängigkeiten umzusetzen wird nach dem Urteil aus Kassel erheblich schwieriger. Man wird nicht mehr nur unter sich sein,“ so die Stellungnahme des heimischen FDP Kommunalpolitikers Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn. „Die Türen zu den Hinterzimmern sind jetzt sperrangelweit auf!“
Mit dieser Feststellung gehe es keineswegs um die Fachliche Arbeit. Aus der OVAG sei ein moderner Konzern der Energiewirtschaft geworden. Es gehe um die bisher fehlende Transparenz und Offenheit, auch gegenüber den Vertretern der drei Kreistage, die die Eigentümerlandkreise Wetterau, Vogelsberg und Gießen demokratisch gewählt repräsentieren. So habe er als langjähriger FDP Fraktionsvorsitzender im Wetterauer Kreistag schon mehrfach als Antwort erhalten, diese alle Bürger sehr interessierenden Antworten werde es nur in den Gremien der OVAG geben. Hahn habe es sehr lange versucht, den Vertretern von CDU und SPD die Notwendigkeit erläutert, sich endlich zu öffnen und in modernen Zeiten Transparenz aufzubauen. „Ich bin gescheitert, das höchste Verwaltungsgericht in Hessen hat den grosskoalitionären ihre Pflichten jetzt vorgeschrieben!
Das komme zum richtigen Zeitpunkt. Die Verbandsversammlung des ZOV werden nach der Kommunalwahl am 18..September neu konstruiert. Und da müssten diese Gremien neu gewählt. ,Und natürlich muss die Auszählung nach den richtigen Regeln erfolgen!, so Hahn.